MANV-Großübung auf dem Militärflugplatz Laupheim

Juni 30, 2026

Am 13. Juni 2026 trainierten rund 300 Einsatzkräfte auf dem Militärflugplatz Laupheim gemeinsam die Bewältigung eines komplexen Massenanfalls von Verletzten (MANV). Das realitätsnahe Szenario – die Kollision zweier Hubschrauber mit mehreren Schadensstellen, Bränden und zahlreichen Verletzten – erforderte das koordinierte Zusammenwirken von Bundeswehr-Feuerwehr, regionalen Feuerwehren, Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen sowie dem Sana Klinikum Landkreis Biberach.

Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, dass auch spezielle Großschadenslagen dieser Art nicht an den Grenzen militärischer Liegenschaften enden und nur durch ein abgestimmtes Vorgehen aller beteiligten Organisationen bewältigt, werden können. Im Mittelpunkt standen daher die Erprobung gemeinsamer Führungsstrukturen, Kommunikationswege und taktischer Abläufe sowie die enge Verzahnung zwischen militärischen und zivilen Einsatzkräften.

Auch das Sana Klinikum Landkreis Biberach war mit rund 50 Mitarbeitenden eingebunden. Nach der Alarmierung wurde der Krankenhaus-Alarm- und Einsatzplan (KAEP) aktiviert, der Krisenstab einberufen und die Versorgung von zehn simulierten Patienten organisiert. Geübt wurden unter anderem Alarmierungsabläufe, Sichtung, Patientenregistrierung und die innerklinische Koordination bis zur Weiterbehandlung.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun organisationsübergreifend ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Einsatzkonzepte und Krankenhausalarmpläne ein. Die Übung unterstreicht die hohe Bedeutung regelmäßiger gemeinsamer Trainings für eine leistungsfähige zivil-militärische Zusammenarbeit und stärkt die Resilienz der regionalen Gefahrenabwehr im Sinne einer modernen Gesamtverteidigung.