Gemeinsam für den Ernstfall: Katastrophenschutzübung im Landkreis Heilbronn stärkt regionale Vernetzung

Juli 15, 2026

Mit der Teilnahme an der groß angelegten Katastrophenschutzübung des Landkreises Heilbronn am 20. Juni 2026 haben die SLK-Kliniken ihre Einsatzbereitschaft für einen Massenanfall von Verletzten (MANV) unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Das Szenario – ein schwerer Verkehrsunfall mit Brand in einem Tunnel, zahlreichen Verletzten und komplexen Rettungsabläufen – stellte hohe Anforderungen an die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.

Im Klinikum am Gesundbrunnen lag der Schwerpunkt auf der Bewältigung eines MANV bei gleichzeitig laufendem Regelbetrieb. Rund 60 simulierte Verletzte wurden nach standardisierten Verfahren gesichtet, versorgt und den jeweiligen Behandlungsbereichen zugeführt. Parallel wurden Führungs- und Kommunikationsstrukturen sowie die Zusammenarbeit mit Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und dem Landratsamt intensiv erprobt. Die anschließende gemeinsame Auswertung dient der Weiterentwicklung des Krankenhausalarm- und Einsatzplans sowie der Optimierung organisationsübergreifender Abläufe.

Die Übung verdeutlicht die zentrale Bedeutung regelmäßiger, interdisziplinärer Trainings für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung in Krisenlagen. Genau hier setzt auch die Klinikübergreifende Sicherheitskonferenz Baden-Württemberg an: Sie verfolgt das Ziel, Krankenhäuser, Behörden, Hilfsorganisationen und weitere Akteure des Bevölkerungsschutzes enger zu vernetzen, den fachlichen Austausch zu fördern und bewährte Konzepte für die Krisenvorsorge weiterzuentwickeln.

Übungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Resilienz des Gesundheitswesens und zeigen, dass eine erfolgreiche Bewältigung von Großschadenslagen auf abgestimmten Prozessen, gegenseitigem Vertrauen und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten basiert.